Management Letter

Denken Sie manchmal über die Welt, Ihren Beruf, Ihre Zukunft nach? Wir können das auch gemeinsam tun. Gemeinsam mit mir und vielen Managern in vielen Ländern, die regelmäßig unseren Management Letter bekommen. Hier können Sie ihn anfordern.
2012
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Management-Trends 2012
(Jan - 2012)
Liebe Leserin, lieber Leser!
Was kommt auf uns zu? Was erwartet Sie an Neuerungen in Leadership/Management im neuen Jahr? Wenn Sie fünf nennen müssten, welche wären es? Notieren Sie? Dann wollen wir vergleichen.
Erster Trend: Grassroots Management. Die Avantgarde der internationalen Manager setzte bereits vor dem Jahreswechsel auf diese Neuerung, die eine radikale Abkehr von den bislang gefeierten Highly Sophisticated Tools ist. Wie Alexander Picker, Vorstandsvorsitzender eines Finanzinstituts, sagt: „Was nützt mir so ein Highly Sophisticated Tool, wenn ich nicht verstehe, was bei uns am Schalter passiert!“ Gewiss: Diese Tools sehen gut aus, sind topmodisch. Aber gleichzeitig sind sie so komplex, dass ihre Wirksamkeit schwer zu wünschen übrig lässt und ihre versteckten Opportunitätskosten prohibitiv sind: Man versteht irgendwann sein eigenes Business nicht mehr und die eigenen Mitarbeiter lachen hinter seinem Rücken über den Vorgesetzten. Es geht nicht darum, dass Alexander am Schalter besser beraten kann als seine Schaltermitarbeiter. Der Grassroots Manager ... mehr...
2011
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Change your Mind!
(Dec - 2011)
Liebe Leserin, lieber Leser!
Ich freue mich jedes Mal, wenn mir jemand auf meine Zeilen antwortet. Pro Ausgabe entfalten sich immer einige besonders interessante Mailwechsel: für mich ein ganz besonderes geistiges Vergnügen. Wo habe ich heute denn noch die Gelegenheit, den intelligenten Diskurs unter meinesgleichen zu pflegen? Jaja, die Welt wird immer voller – aber reicher? Da lobe ich mir unsere kleine Insel der Gedankenvollen. Bei der letzten Ausgabe war eine ganz besondere Perle im Mailwechsel dabei.
Sie erinnern sich vielleicht: Ich hatte mich einigermaßen frustriert darüber geäußert, dass im Management immer mehr gemacht und immer weniger bewegt wird. Daraufhin meldete sich Roland Baumann, seines Zeichens Leiter der technischen Schulung bei Toyota in der schönen Schweiz: „Sie haben recht, auch ich schiebe immer wieder wichtige Dinge vor mir her. Aber nachdem ich Ihre Mail gelesen habe, habe ich mich entschlossen, sofort zu handeln. Ich gehe jetzt gleich nach Hause, um meiner Frau und meiner Tochter, die beide mit Magen-Darm-Problemen darniederliegen, beizustehen und um den Haushalt zu schmeißen.“ Da war ich baff. Und dann war ich stolz. mehr...
Action Management
(Oct - 2011)
Liebe Leserin, lieber Leser!
Nun habe ich also auch meinen Oscar: Die IEDC Bled School of Management hat mir kürzlich den Alumni Achievement Award verliehen, was an sich nicht der Erwähnung wert wäre, und sich dann bitter dafür gerächt, was Erwähnung verlangt.
Die Rache meiner alma mater bestand nicht darin, mir vor versammelter Festgemeinde eine Dankesrede aufgebürdet zu haben. Nein, diese Bürde trägt man ja gerne. Weil ich mich aber in den Tagen vor dem Festakt über den seit zwei Jahren andauernden Entscheidungsstillstand in der EU im Allgemeinen und einige verbesserungsresistente ManagerInnen in meinem erweiterten Umfeld im Besonderen ärgern musste, dachte ich: Kommt grad recht. Anstatt der üblichen „ … und danke ich meinen Eltern, meinen Lehrern und meinen Professoren“-Rede ließ ich in coram publico ein paar schnippische Bemerkungen darüber fallen, dass man heutzutage als Manager vielerorts ganz offensichtlich sein Gehalt nur dann ausbezahlt bekommt, wenn man immer brav mittrabt, nicht aneckt, keinem Kaffee über den Schlips gießt und auf diese Weise möglichst viel macht ohne irgendetwas Nennenswertes zu bewegen! Wie gesagt, ich war etwas angesäuert und hätte ob meines öffentlichen Zornausbruchs milden Tadel oder höchstens amüsierte Verständnislosigkeit erwartet.
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Rezept der Unsterblichkeit
(Sep - 2011)
Liebe Leserin, lieber Leser!
Was macht Ihnen Freude bei der Arbeit? Klar: Erfolg, Profit, Prestige, Big Deals. Geschenkt. Nice to have, aber spätestens nach zehn Jahren Berufserfahrung eher Hygienefaktor als Ziel unserer höchsten Bestrebungen. Nach welchen Sternen greifen Sie? Was wird Ihren Ruhm noch künden, wenn Sie lange schon den Sessel verlassen haben, den Sie heute noch raumfüllend einnehmen?
Eine Topmanagerin verriet mir jüngst ihr Rezept zur Unsterblichkeit. Sie sagte: „Was kann ich am Ende eines Jahres schon vorweisen, was einen etwaigen Nachfolger überdauern würde? Schon beim nächsten Quartalsabschluss werde ich vergessen sein. Deshalb arbeite ich nicht für die Quartalsbilanz.“ Sie arbeitet für die Ewigkeit. Und das eher beiläufig. Was übrigens schon Cäsar wusste. mehr...
Hörst du die Flöhe husten?
(Aug - 2011)
Liebe Leserin, lieber Leser,
was für eine verrückte Welt, in der keiner was dran findet, mitten im Sommerurlaub schon an Weihnachten zu denken. Diesen Gedanken drängte mir neulich im Kaffeehaus ein Elektrofachhändler auf. Er sagte: „50 Prozent vom Jahresziel habe ich schon sicher. Das ist gut, denn die anderen 50 hole ich mir erfahrungsgemäß im letzten Quartal. Damit ist das Jahr praktisch gelaufen.“ Und bei Ihnen?
Wie viel fehlt noch zum Jahresziel? Und was tun Sie mit dieser Aussicht? Abwarten? Hoffen, beten, Tee trinken? Loslegen? mehr...
Bist du ein Champion Leader?
(Jul - 2011)
Liebe Leserin, lieber Leser! Ganz entzückt war ich vom Echo, das die letzte Folge dieses Management Letters ausgelöst hat. Ich bin begeistert und bedanke mich herzlich für jeden Beitrag und jede Anregung. Manchmal wünschte ich mir, dass an Business Schools auch nur halb so begeistert und praxiskundig über Ideen und Ansätze diskutiert würde. Dann wäre mir wohler beim Gedanken an die Zukunft unserer Kinder … Aber das ist ein anderes Thema. Zurück zu unserem. Es kamen viele Rückmeldungen. Doch Markus Holzer von Magna Steyr brachte einen Punkt in die Diskussion ein, der meines Erachtens den Gedankenfaden nahtlos weiterspinnt. Er exemplifizierte seine Anregung charmanterweise am Beispiel seiner älteren Tochter, die nach jeder verhauenen Klausur mit unzweifelhafter Ernsthaftigkeit Besserung gelobt. Englisch: „Ich werde mehr Vokabeln lernen!“ Mathe: „Ich werde mehr üben!“ Kennen wir alle, nicht nur von Kindern und Klausuren. Und daher auch das Ende; Markus Holzer: „Nach kurzer Zeit aber ist der Ehrgeiz schon wieder verflogen, die gefassten Vorsätze werden gebrochen und bei der nächsten Arbeit sieht das Ergebnis nicht besser oder sogar schlechter aus. Was nun?“ Gute Frage, lieber Markus. mehr...
Du bist kein Dschingis Khan!
(Jun - 2011)
Liebe Leserin, lieber Leser! Regelmäßig gönne ich mir und anderen die Freude und lade einige Führungskräfte auf ein Abendessen ein. Schönes Lokal, angenehme Atmosphäre, guter Wein und vor allem interessante Gesprächspartner und Themen. Und weil im „Penklub“ in Ljubljana sowieso nur Politiker, Manager und Unternehmer verkehren, ist man auch ganz unter sich. Beim letzten Dinner klagte ein Geschäftsführer über taube Mitarbeiter. Er sagte: „Die hören einfach nicht zu!“ Und er erzählte von einem Mitarbeiter, dessen Telefonat mit einem säumigen Kunden er zufällig teilweise mitanhören musste: „Er hat dem Kunden gleich mit der Klage gedroht.“ Ist das nicht normal? „In letzter Konsequenz natürlich schon“, sagte der Geschäftsführer. Doch der Mitarbeiter ging ran wie Blücher, respektive Dschingis Khan, drohte sofort mit der Klage, ohne auch nur die Gründe für die Säumnis des Kunden ansprechen oder anhören zu wollen. Der Geschäftsführer sagt: „Der Kunde ist nicht insolvent! Der kann gut bezahlen. Er ist bloß deshalb säumig, weil ihm ein eigener A-Kunde noch nicht überwiesen hat und weil ihm eine Maschine überraschend kaputt ging.“ Man hätte also gut und gerne eine Lösung mit dem Kunden finden können. Doch genau diese Lösung kam nie zustand, weil der Mitarbeiter gleich mit Klage drohte und der Kunde daraufhin den Hörer auf die Gabel warf. Das passiert immer, wenn Dschingis Khan und seine wilde Horde durchs Business vandaliert. mehr...
Es geht uns viel zu gut!
(May - 2011)
Liebe Leserin, lieber Leser! Unsere Sorgen möchte ich haben! Neulich sprach ich mit einem Manager, der Walzen für die Papierindustrie herstellt. Er sagte: „Wir verkaufen zu viel! Wir kommen mit den Kapazitäten nicht mehr nach! Das ist eigentlich toll, aber: …“ Und dann ging die Litanei los: So viele Aufträge, dass man nicht mal mehr während der Arbeitszeit aufs Klo kommt! So viel, dass die Qualität leidet und die Mitarbeiter aufm Zahnfleisch daher kommen. Der Manager sagte: „Ganz ehrlich, ich gehe jeden Abend mit einem schlechten Gefühl zu Bett.“ So geht es gerade vielen. Eine Geschäftsführerin sagt: „Es rufen immer mehr Kunden bei mir an und monieren Lieferverzögerungen. Die sind das nicht gewohnt von uns.“ Ein anderer Manager meint: „Ich merke, wie die Leute zu streiten beginnen.“ Was tun? mehr...
Weg mit dem Speck!
(Apr - 2011)
Liebe Leserin, lieber Leser! Gerade jetzt im Aufschwung beklagen viele Abteilungsleiter, dass sie „viel zu wenig Mitarbeiter“ hätten und dringend neue bräuchten. Ich habe den Verdacht, dass es umgekehrt ist: Die haben jetzt schon zu viele Mitarbeiter und wollen noch mehr! Diesen Gedanken sah ich neulich bestätigt beim Besuch eines Dienstleistungsunternehmens, 600 Mitarbeiter, solider Mittelstand. Im Schnitt liefen bislang wöchentlich 50 Kundenanfragen, Reklamationen, Anfragen für Angebote oder Preisanfragen im Innendienst ein. Durch den Aufschwung stieg diese Zahl in den letzten Monaten beträchtlich. Bearbeitungszeit und Fehlerquote stiegen mit. Der Geschäftsführer rief mich an: „Da ist eine ganz seltsame Kiste im Gang. Kommen Sie mal vorbei!“ Ich kam mal vorbei und besah mir die Kiste. mehr...
30-Sekunden-Management
(Mar - 2011)
Liebe Leserin, lieber Leser! Manchmal beunruhigt mich, wie wenig Manager ihre Sprache verstehen. Mindestens zwei Drittel aller ins Coaching getragenen Probleme sind Kommunikationsprobleme. So auch jenes letzte Woche. Ein Manager unterhalb der Vorstandsebene fragte mich aufgebracht: „Seit Wochen liegt mein Projektantrag bei meinem Vorgesetzten. Warum entscheidet der nicht endlich?“ Das höre ich ständig. Ich sehe das natürlich anders. Ich war selber Vorstand und sage deshalb dem jeweiligen Coachee: „Dein Vorgesetzter schaut nicht nur dein Projekt an. Er schaut gleichzeitig mindestens zwei Dutzend andere Projekte an: Überschneidet sich das? Trägt der Cash Flow des Unternehmens auch alle? Er holt vielleicht noch eine externe Expertise ein – das alles siehst du nicht und das alles kostet Zeit!“ Danach sagt der Coachee: „Aha! Jetzt verstehe ich das. Und warum muss ich dafür zu Ihnen kommen? Warum hat mir das mein eigener Vorgesetzter nicht erklärt?“ Gute Frage. Gegenfrage: Warum hast du ihn nicht danach gefragt? mehr...
Souverän zum Erfolg – und nachts gut schlafen!
(Feb - 2011)
Liebe Leserin, lieber Leser! Unlängst war ich mit dem Betriebsleiter einer Papierfabrik unterwegs. Er erzählte von seiner Arbeit. Er hat offensichtlich Freude daran. Ich fragte ihn: Warum? Er sagte: „Wie ich heute wie ein Jongleur acht, zehn Bälle gleichzeitig in der Luft halten kann – das macht mir Freude!“ Ich wandte ein, dass diese simultane Mehrfachbelastung für viele eher ein Stressfaktor wäre. Er meinte: „Für mich auch. Früher! Da kam ich eher ins Schleudern, wenn mehr als eine Sache explodierte. Ich verlor den Überblick, fühlte mich unrund, konnte manche Nacht nicht gut schlafen. Ich wusste nie, was morgen auf mich zukommen würde. Das war stressig. Heute ist das völlig anders: Ich bin souverän geworden, entspannt, gelassen – und bewege sehr viel mehr als früher.“ Die offensichtliche Frage: Wie kam er dazu? mehr...
Was wirklich wichtig ist im Leben
(Jan - 2011)
Liebe Leserin, lieber Leser! Immer mal wieder klagen mir Führungskräfte, dass sie es schwer hätten. Wer hätte das nicht? Das ist die falsche Antwort. Die richtige gab Mahatma Gandhi als er sagte: „Das Richtige fällt immer leicht – auch wenn es noch so schwierig ist.“ Dunkel ist der Worte Sinn? Dann lassen Sie uns den Geschäftsführer einer Leasinggesellschaft besuchen. Wir sind zum Mittagessen verabredet. Er erscheint mit einer Mordslaune am Tisch und sagt sinngemäß: „Eben hat mir ein sehr guter langjähriger Kunde, dessen Tochter zu meiner Tochter in dieselbe Klasse geht, den Account und die Freundschaft aufgekündigt! Er sagte, er sei total enttäuscht von mir.“ Ich stelle die amerikanischste aller Fragen: „What happened?“ Und er erzählt. mehr...
2010
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Der schönste Lohn von allen
(Dec - 2010)
Liebe Leserin, lieber Leser! In diesen Adventstagen war ich mit den Führungskräften der slowenischen Tochter eines deutschen Konzerns zwei Tage lang in der slowenischen Heimat des Weines. Wie der Kenner weiß, ist der Cabernet Sauvignon von Movia ein edles Tröpfchen, das ganz wunderbar zum Pršut passt, dem slowenischen Rohschinken. Einmal abgesehen von den landschaftlichen und kulinarischen Genüssen war Sinn und Zweck des Ausflugs, dass sich der Geschäftsführer bei seinen fünf Bereichsleitern für die gute Arbeit im ablaufenden Jahr bedanken wollte. Dafür fuhr er das volle Programm auf: noble Unterbringung, Weinprobe, Kaminabend und Slow Food. Es wurden Lieder gesungen, Anekdoten erzählt, der Abend nahm den geplant angenehmen Verlauf, bis einer der Bereichsleiter aufstand und das Wort ergriff. Ich dachte noch „Oha!“. Und tatsächlich: Dann kam’s. Der Bereichsleiter sagte in ungefähr: „Lieber Geschäftsführer, wir möchten uns bei Ihnen bedanken. Mit Ihnen zu arbeiten ist die reine Freude. Ich habe schon in einigen Unternehmen gearbeitet, aber so wohl wie bei uns habe ich mich noch nirgendwo sonst gefühlt. Wir möchten uns bei Ihnen dafür bedanken, dass wir mit Ihnen zusammenarbeiten dürfen. Es ist uns eine Freude, eine Ehre und ein Privileg.“ Mir lief es eiskalt den Rücken runter. mehr...
Kennen Sie das Zauberwort?
(Nov - 2010)
Liebe Leserin, lieber Leser! Herzlichen Dank für die überwältigend zahlreiche Resonanz auf die letzte Ausgabe unseres kleinen Management Letters! Ich hatte ja keine Ahnung, wie gut viele von Ihnen sich im Manager’s own Health Management auskennen. Ich konnte selber noch was dazulernen – herzlichen Dank dafür! Wir können als getrost einen Haken hinter dem Checklisten-Item „Gesundheit im Management“ machen und uns der nächsten Perle im Rosenkranz der Management Skills zuwenden. Oder um es in den Worten von Goethes Faust zu sagen: „Wie hältst du’s mit der Kommunikation?“ Auf diese Frage brachte mich vor einigen Tagen die Frage eines jungen Coachees, der mich mitten im Gespräch scharf fixierte und dann wissen wollte: „Warum sind Sie in der Akquise eigentlich so erfolgreich? Was machen Sie anders? Was ist Ihr Zauberwort? mehr...
Wer managt den Manager?
(Oct - 2010)
Liebe Leserin, lieber Leser! Gesundheit! Jetzt niesen, schniefen und husten sie wieder. Sie auch? Gute Besserung! Auch an mich, denn mich hat’s ebenfalls erwischt. Bin halt ein Arbeitstier, wie die meisten von uns. Gehe nur alle zwei Jahre zur Vorsorge. Doch letzten Winter war’s dann soweit: Ich hatte es einfach satt, mit meiner Dauererkältung durchs Management zu schniefen. In diesem schwachen Moment ertappte mich ein Bekannter mit den mystischen Worten: „Ich kenne einen Heilpraktiker, der praktiziert Bioresonanz!“ Als gestandener Manager sagte ich ihm: „Geh mir weg damit! Räucherstäbchen und ähnlicher Kram kommt mir nicht in die Tüte!“ Nach dem nächsten Dauerniesanfall vereinbarte ich einen Termin – und wurde prompt hereingelegt. Der Heilpraktiker und diplomierte Mediziner benahm sich nämlich gar nicht wie ein Heilpraktiker und diplomierter Mediziner. Ich war irritiert. Zehn Minuten lang schaute ich ihm zu und versuchte herauszufinden, was der gute Mann eigentlich ist. Ich testete ihn. Ich sagte ihm, dass ich auf bestimmte Eiweiße allergisch bin. Dagegen nehme ich Tabletten. Dann plagt mich gelegentliches Asthma – dagegen habe ich den bewährten Inhalator. Der Heilpraktiker wollte ihn sehen und studierte dessen Beipackzettel. Dann sagte er: „Sie wissen aber schon, dass das Mittel ein Milchprotein enthält, gegen das Sie allergisch sind?“ mehr...
Der zweite Schuster ist da!
(Oct - 2010)
Liebe Leserin, lieber Leser! Vor einiger Zeit war ich auf der Beerdigung eines Geschäftsmannes und sah zu meiner Verwunderung auch einen Kranz des örtlichen Segelfliegervereins. „Ich wusste gar nicht, dass er Segelflieger war“, sagte ich zum neben mir stehenden Verwandten des Verblichenen. Er erwiderte: „Er war sogar zweiter Vorsitzender des Clubs. In letzter Zeit aber war er geschäftlich so eingespannt – er kam einfach nicht mehr vom Schreibtisch weg.“ Und dann war er tot. Mit 53. Ich wette, rückblickend ärgert er sich ganz schön, dass er nicht öfter im Meeting aufstand und sagte: „Die Sonne scheint, die Thermik bläst – wir vertagen, weil die Startbahn ruft!“ Machen wir es besser? Von wegen. Wir wollen noch so vieles tun, ändern, bewegen. Was ist es bei Ihnen? Beruflich, privat, familiär? Und wie lange schon wollen Sie das? Warum wird das nichts? Bestimmt nicht, weil Sie nicht wissen, was zu tun ist. Wir wissen alle, was zu tun ist. Aber wir tun es nicht oder nicht in ausreichendem Maße. Aus einem so einfachen wie peinlichen Grund: Wir trauen uns nicht... mehr...
Ein besonderer Luxus
(Jun - 2010)
Liebe Frau Lange, was ist für Sie Luxus? Wenn ich mit Führungskräften spreche, nennen diese eben nicht den volkstümlich unterstellten neuen, jährlichen Bonus-BMW, den Montblanc-Füllfederhalter, das Handy von Vertu oder das Seidentuch von Gucci. Für einen echten Manager ist Luxus das, was mir ein Projektmanager im Anlagenbau sagte: „Ich hasse Fremdbestimmung. Die einzigen, die mir sagen dürfen, wo es langgeht, sind meine Kunden.“ Diese Einzelmeldung ist empirisch gut gesichert: Manager hassen Fremdbestimmung und schätzen Entscheidungsfreiheit. Der Manager an sich ist ein Unternehmer im Unternehmen, ein Freigeist. Ein Banker sagte mir: „Entscheidungsfreiheit ist für mich Luxus. In meinem Job ist alles geregelt. Das Recht, auf der Stelle Ja und Amen sagen zu können, wenn ich es für richtig halte, das hat keiner von uns. Ich muss wegen jedem Euro einen Investitions- oder Kreditantrag ausfüllen!“ Eine Industriemanagerin meinte: „Ich will mir nicht sagen lassen, wo und wann ich wie arbeiten soll, solange ich die vereinbarten Ergebnisse bringe und alle meine Mitarbeiter happy sind. Mir ist freie Zeiteinteilung wichtig. Wenn ich eine Zeitkarte stecken müsste, würde ich sofort kündigen.“ Überraschend viele Coachees kommen in der Zwischenzeit nicht mehr wegen der Karriereplanung oder außerordentlichen Herausforderungen zu mir ins Coaching, sondern mit der brennenden Frage: Kann ich mir irgendwann den Luxus leisten, nicht mehr ständig von Vorstand, Aufsichtsrat, Anteilseignern, öffentlicher Meinung und Politik gegängelt zu werden?... mehr...
Freuen Sie sich!
(Apr - 2010)
Lieber Herr Wolf, vor kurzem sprach ich mit der Chefin einer Hotelgruppe, die mir sagte: „Schön, zur Abwechslung mal mit jemandem zu reden, dem es gut geht. Ich hatte eben einen Business-Kunden in der Leitung, der hat nur gejammert; dem geht es so schlecht.“ Und wie geht es Ihnen? Wie haben Sie die ersten drei Monate des Jahres 1 nach der großen Krise verbracht? Stöhnen Sie noch oder managen Sie schon? „Was kann man denn schon groß gegen so eine Krise ausrichten?“, fragen mich viele. So fragen Pessimisten. Manager fragen: „Wie können wir unser Geschäftsmodell an die veränderten Zeiten anpassen?“... mehr...
Chef, hör mir zu!
(Feb - 2010)
Liebe Frau Reill, neulich fand die Wissenschaft heraus, was Manager sich wünschen. Worauf tippen Sie? Mehr Gehalt? Mehr Bonus? Mehr Karriere? Das auch. Aber ganz vorne fand sich ein Wunsch, den mir jeder Manager, jede Führungskraft und jeder Vorgesetzte bestätigt: mehr Aufmerksamkeit vom Chef. Hier einige Klagen von Coachees und SeminarteilnehmerInnen: „Wann immer ich ein Problem mit ihm besprechen möchte, hat er keine Zeit für mich.“, „Ich weiß nie, woran ich bei ihr bin: Sie sagt das nicht wirklich klar und deutlich.“, „Ich weiß nicht, ob er mit mir zufrieden ist – er spricht ja nicht darüber.“, „Sie sagt mir immer mal wieder: ‚Machen Sie nur – Sie haben mein volles Vertrauen’“ Das ist schön, aber das reicht nicht. Vertrauen ist gut, Aufmerksamkeit ist besser... mehr...
2009
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Demut und Dankbarkeit
(Dec - 2009)
Lieber Wolfgang, was für ein Jahr! Kein einfaches und kein Jubeljahr. Auch bei mir nicht. Es gab Nächte in diesem Jahr, da habe ich genau so schlecht geschlafen wie damals, als ich mein eigenes Unternehmen frisch gegründet hatte. Eine Erfahrung, die du aus eigener Ansicht oder Erfahrung teilen kannst? Wir haben allen Grund dazu. Umsatzeinbrüche, Auftragsstornos, Liquiditätsengpässe, Kündigungen, Medienschelte, Existenzängste, Boni-Diskussion, Positionskämpfe,… Lauter Dinge, die kein Mensch braucht und von denen dieses Jahr reichlich hatte. Erst neulich wieder traf ich einen Vorstand, der gramgebeugt durch die Landschaft wanderte. Ich fragte ihn, ob ein Kind gestorben oder er sein Unternehmen verloren habe. Er sagte: „Katastrophe! Der Umsatz will einfach nicht wieder hoch!“ Ich fragte: „Entlassungen?“ – „Kurzarbeit.“ „Insolvenz?“ – „Wir leben von den Reserven.“ Dann stieg er in seine Nobelkarosse, fuhr zum Bericht an den Aufsichtsrat und ließ mich mit einem akuten Anfall von Unverständnis zurück. Und einer Erinnerung... mehr...
Überraschend Nummer 1
(Oct - 2009)
Lieber Herr Berger, wer die November-Ausgabe vom „Trend“, dem österreichischen Wirtschaftsmagazin gelesen hat, wird sich möglicherweise beim Aufschlagen der „Wirtschaftsbestseller-Liste“ gewundert haben. Wie ich übrigens auch: Die „11 Managementsünden“ stehen dort auf Platz 1. Natürlich freut mich das. Und auch an dieser Stelle mein tief empfundener Dank an alle, die das Buch gelesen und es genossen haben (und dem mutigen Verlag, der es verlegt). Aber langsam wird mir die Sache auch ein wenig unheimlich… mehr...
Die Kraft der Träume
(Oct - 2009)
Liebe Sonja, als ich manche Stunde grübelnd und Papierbällchen werfend über dem Manuskript meines Buches saß, sagte meine Frau gelegentlich: „Wie viele Monate sitzt du nun schon dran? Wird das noch was?“ Irgendwann standen wir in Graz vor der Buchhandlung Moser, schauten ins Schaufenster und ich sinnierte laut: „Wäre es nicht toll, wenn mein Buch auch mal in diesem Fenster stünde?“ Meine Frau meinte: „Bei 2000 Neuerscheinungen im Jahr? Warum ausgerechnet deines?“ Am 15. Juli erschien mein Buch. Am 16. Juli rief ich Franz Kriutz, den Geschäftsführer der Buchhandlung Moser an. Und jetzt steht mein Buch im Schaufenster. Warum? Und was hat Mosers Schaufenster mit Management zu tun? Die Verbindung ist einfach: Was ist deine Schaufenster-Idee? Und warum ist es bislang noch eine Idee? Gestern traf ich einen Vertriebsvorstand, der bis Jahresende zumindest den Vorjahresumsatz halten muss (seine Schaufenster-Idee) – in Krisenzeiten ein unmögliches Ziel. Nichtsdestotrotz hat er die dafür nötige Vertriebsstrategie entworfen und die einzelnen Maßnahmen für deren Umsetzung an seine Leutnants delegiert. Deshalb wird er scheitern. Er wird sein Ziel nicht erreichen. Nicht weil er delegiert hat. Delegieren muss man. Nämlich die Ausführung der Aufgaben. Doch leider hat er auch das „Schaufenster“ delegiert. Das große Ganze, das Bild im Kopf, die alles überragende Zielvorstellung. Als ich ihn fragte, was er am 31.12. vorweisen möchte, sagte er lapidar: „Nun ja, den Vorjahresumsatz eben!“ Das ist kein Schaufenster-Bild, das sind tote, leblose Zahlen, die keinerlei Sogkraft, keine Motivation, kein Commitment wecken... mehr...
Danke!
(Aug - 2009)
Lieber Gerhard, in den letzten Wochen flatterten mir manchmal doch die Nerven, meine Frau hielt mich zeitweilig für größenwahnsinnig und alte Kollegen fragten mich besorgt: „Willst du das wirklich machen? Ein Buch? Und dann noch über so ein Thema?“ Seit einigen Tagen ist es nun im Buchhandel und bei Amazon erhältlich („11 Managementsünden, die Sie vermeiden sollten. Wie Führungskräfte sich um Karriere, Verstand, Ehepartner und Spaß bringen“, Redline-Verlag). Das Buch über ein Tabu-Thema. Das Buch über die Sünden im Management. Vorerst nur in deutscher Sprache, aber wir arbeiten bereits an der Übersetzung. Und was soll ich sagen? Schon zwei Tage nach Erscheinen stand das Telefon nicht mehr still, die BILD-Zeitung hat auch schon darüber berichtet – sieh hier – und anstatt mir schallende Ohrfeigen zu verpassen, beglückwünschen mich nun selbst Vorstände und Manager, die mich vorher etwas schief angeschaut haben. Ein Rätsel. Warum finden plötzlich alle ein Buch gut, in dem offen und unverblümt über die häufigsten Sünden von Managern geredet wird? Ich glaube, weil alle froh sind, dass endlich einer das ausspricht, was jede Managerin und jeder Manager schon lange denken: Wir sind keine Götter, keine Engel, ja nicht einmal die Superhelden, zu denen uns Medien und Politiker gerne hochstilisieren. Wir sind nicht unfehlbar! Aber weil es Medien, Gewerkschaften und Politik ständig von uns verlangen, hat sich über die Jahre ein Druck aufgebaut, der einfach unmenschlich ist. Unfehlbar sein zu müssen, ist eine schlimme Belastung. Schlimmer als der Druck der Krise... mehr...
Kraft tanken
(Jun - 2009)
Liebe Frau Karner, wie war Ihre erste Jahreshälfte? Nun mal ehrlich, wir sind unter uns. Wenn ich ehrlich bin: Die ersten sechs Monate waren das Grauen auf Rädern. Ich habe noch nie so viel Stress, Hektik und Leiden im Management gesehen. Und jeden Tag lässt ein anderer bei mir Dampf ab. Um nur drei davon zu zitieren: „Das erste Halbjahr war eine Katastrophe! Erst brach das Kundengeschäft weg, dann brach die Liquidität ein und dann mussten wir auch noch Mitarbeiter entlassen. Das schafft mich.“ „Seit Beginn des Jahres fahren wir ein irres Cost-Cutting-Programm. Im Head Office glauben einige offensichtlich, dass wir bis dato das Geld nur so verprasst hätten. Ich weiß nicht, woher wir die fünf geforderten Prozent noch nehmen sollen!“ „Als Manager bist du gerade der Sündenbock für Regierung und Medien. Das geht an die Substanz.“ Da spricht viel Frust und Erschöpfung aus den sonst so stressresistenten Managerinnen und Managern. Glücklicherweise ist bald Urlaub! Und was machen wir dann? Weiterstressen. Bei vielen sieht der Terminkalender im Urlaub fast genau so voll aus wie vor dem Urlaub: Dies und jenes anschauen, diesen und jenen treffen, diese Tour machen und jene Ausstellung besuchen. Ja, klar, wir wollen im Urlaub was erleben, was vom Leben haben, mal was anderes sehen. Manche können ohne Stress auch gar nicht leben. Aber was ist nach dem Urlaub? Wie fit sind wir nach so einem Alternativstress-Urlaub?... mehr...
Ich bin begeistert!
(Jun - 2009)
Lieber Herr Dr. Mader, wie viele Ihrer Mitarbeiter liefern tadellose Arbeit ab? Warum überlegen Sie so lange? Jede Woche mindestens einmal sitzt bei mir ein Manager im Coaching, der einzelne Mitarbeiter am liebsten auf den Mond schießen würde. Zum Beispiel der Abteilungsleiter, der launig meinte: „Mein Senior Product Manager liefert einen Mist ab, dass ich mir überlege, ob er überhaupt noch der richtige für den Job ist. Der bringt’s einfach nicht!“ Und das häufig direkt vor superwichtigen Vorhaben wie zum Beispiel Vorstandspräsentationen: „Also der reicht mir immer Grafiken rein – mit denen kann ich mich vor dem Vorstand doch nur blamieren! Will der mich etwa sabotieren?“ Der Abteilungsleiter wollte von mir wissen, wie er diesen „Quertreiber“ wieder „auf Vordermann“ bringen könne. Ich wollte etwas anderes von ihm wissen: „Was wollen Sie denn mit Ihren Vorstandspräsentationen erreichen?“ „Na! Dass es den Vorstand vor Begeisterung von den Sitzen reißt!“ „Dann investieren Sie sicher eine Menge Zeit in die Vorbereitung.“ „Also, so fünf bis sechs Stunden schon.“ „Und wie lange briefen Sie Ihren Senior Product Manager?“ „Zwei, drei Minuten – das muss doch reichen für ein paar einfache Grafiken!“... mehr...
Neue Energie schöpfen
(May - 2009)
Lieber Wolfgang, vielen lieben Dank! Ich habe mich sehr gefreut! Ehrlich gesagt: Ich habe gar nicht damit gerechnet, daß sich so viele Menschen auf meinen letzten Management Letter melden. Vielleicht erinnerst du dich: Das war zu Weihnachten (wie die Zeit verfliegt!). Das Echo war überwältigend. Ich habe so viele liebe und oft sehr persönliche E-Mails darauf bekommen. Der Tenor vieler: Warum nur zu Weihnachten? Ein Briefschreiber, Vorstandsmitglied, schrieb mir: „Einen so persönlichen und nahegehenden Brief hätte ich gerne öfter.“ Schon seltsam, oder? Wir sind so erfolgreich. In Business und Gesellschaft. Wir haben was erreicht, wir leisten täglich Großes. Und doch ist das Persönliche irgendwo und irgendwann in den letzten Jahren irgendwie ziemlich verloren gegangen. Ich empfand das zudem schon als etwas bedrückend und in diesen Tagen empfinde ich es als nachgerade tragisch. Denn in diesen Tagen wird nur noch angeprangert, verurteilt und auf das Management geschimpft. Jeden Tag treffe ich Manager und Managerinnen, die mir sagen: „Ich weiß nicht, ob ich nächsten Monat noch diesen Job habe!“, „Wenn die mir morgen sagen, daß sie mich nicht mehr brauchen – ich weiß nicht, was ich machen soll! Ich kann doch nichts anderes außer managen!“ Andere sagen: „Wir sind Übernahmekandidat. Was ist, wenn der neue Eigentümer mich nicht braucht?“ Die ganze Welt redet von der Krise der Wirtschaft. Von den Nöten der Manager und Managerinnen redet keiner. Warum nicht? Sind wir keine Menschen? Haben wir keine Gefühle?... mehr...
2008
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Etwas Besonderes schenken
(Dec - 2008)
Lieber Robert, was schenkst du heuer deiner Partnerin? Den Brillanten? Die Reise? Den Opernabend an der Scala? Besondere Geschenke, in der Tat. Du könntest jedoch, alternativ oder obendrauf, etwas noch Exklusiveres schenken. Etwas, das kaum noch auf der Erde vorhanden ist und kaum einer von uns je in größeren Mengen gesehen hat: Zeit. Rein. Pur. Unverfälscht. Der größte Luxus in diesem Leben. Zeit hat keine(r) von uns. Insbesondere in diesen Tagen. Neulich erklärte mir ein befreundeter Manager, daß er diese Woche bereits drei Weihnachtsfeiern hinter sich gebracht hatte – es war erst Mittwoch. Einmal von der sogenannten Jahresendhektik abgesehen und vom Diktat des Operativen: Wir haben definitiv keine Zeit mehr für das Wesentliche, die wichtigen Dinge im Leben. Deshalb der verwegene Vorschlag: Schenke deiner Liebsten einen ganzen ungestörten Tag nur für euch zwei beide. Schenke deiner Familie einen unverhetzten Besuch des Weihnachtsmarktes. Schenke dir selbst mindestens einen Tag, an dem du alle Imperative abschaffst. Kein Muß, kein Sollte, kein Müßte. Einen Tag lang nur das machen, was du schon lange insgeheim machen oder lassen wolltest. Geht dir das Herz bei dem Gedanken auf? So wird es auch jenen gehen, die du beschenkst. Zeit ist das besonderste Geschenk von allen... mehr...
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